Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte

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Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte

Die seltsame Verflüchtigung der Worte wird von den Einwohnern Silencias für eine heimtückische Seuche gehalten. Ihr erstes Opfer ist ausgerechnet der alte Geschichtenerzähler Gaspare - mit Sprache, geschrieben oder gesprochen, weiß er plötzlich nichts mehr anzufangen. Keineswegs alle in der Stadt trifft es so hart wie ihn. Manche verlieren lediglich ein paar Worte, andere nur Silben. Aber mit der Sprache verblassen fast unmerklich auch die alten Werte. Das Gespräch, Schlichter so mancher Meinungsverschiedenheit, gilt nur wenigen noch als Tugend. Der Gedankenaustausch erlahmt, Zwietracht und Neid halten Einzug in der Stadt. Und zuletzt scheinen die Einwohner Silencias sogar ihre Menschlichkeit zu verlieren. Ein Mädchen jedoch ist gegen den unheimlichen Sprachschwund gefeit.

Palas Herkunft umgibt ein Geheimnis. Ihre diesbezügliche Überzeugung entspringt einem unbestimmten Gefühl. Es überkommt sie jedesmal, wenn sie das ihr in die Wiege gelegte Sonett betrachtet. Es ist das erste in einem Reigen von silencianischen Gedichten, die in ihren Anfangs- und Endzeilen genau übereinstimmen. Noch ahnt Pala nichts von dem Zusammenhang zwischen ihrem Geburtsgedicht und den dunklen Mächten, die sich hoch über der Stadt der Dichter und Denker zusammenbrauen. Dort wächst eine Burgruine wie von allein aus Trümmern empor. Der steinreiche Zitto, heißt es, sei nach jahrelanger Abwesenheit in die Zitadelle zurückgekehrt und wolle sich nun um das höchste Amt der Stadt bewerben. Palas Leidenschaft gilt eher Rätseln, Wortspielen und natürlich Gaspares Geschichten. Schon allein um seinetwillen möchte sie dem Sprachschwund auf den Grund gehen. Der Geschichtenerzähler deutet immer wieder zur Zitadelle hinauf, ohne seinen Verdacht in Worte kleiden zu können.

Zittos Schlossgarten ist von einer Mauer umgeben, die Pala aber nicht übersteigen kann - die Umfriedung wächst unter ihr auf wundersame Weise in schwindelnde Höhe. Erst als sie ein Rätsel löst, das sie einen Schritt näher an das Geheimnis ihrer eigenen Herkunft führt, kann sie Zittos verwunschenes Reich betreten. Doch hier bahnen sich neue Schwierigkeiten an, verbunden mit weiteren Rätseln. Pala kann sich der Festung nicht nähern, weil diese sich bei jedem Schritt weiter von ihr entfernt. Sie stößt auf Hindernisse, die an Träume, aber nicht an die Wirklichkeit denken lassen. Aber das Mädchen gewinnt auch Verbündete in Gestalt sonderbarer Wesen. Es sei eine Wortschöpferin, wird ihm gesagt, und solche besäßen in Zittonien große Macht. Um sich diese zu erschließen, muss Pala jedoch ihr eigenes Lebensrätsel lösen. Allein sie scheint Zitto noch daran hindern zu können, die ganze Stadt im Schweigen versinken zu lassen ...

432 Seiten, ab 13 Jahren, gebundene Ausgabe, ISBN 3 522 17432 1

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Aus Anlass des Verkaufsstarts der Bastei Lübbe-Ta­schen­buchausgabe hat der Weltbild-Verlag in Zusammenarbeit mit literaturtest.de am 7.11.2005 ein Interview mit Ralf Isau veröffentlicht. Zum Text gelangen Sie hier.



Letzte Änderung: 1.1.2014
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