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Der Silberne Sinn
Ein ermordeter Hellseher, den man den »Propheten der NSDAP« nennt. Eine Gruppe von über neunhundert religiösen Fanatikern, die sich im Dschungel von Guyana selbst vergiften. Und eine Anthropologin, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts gegen die Folgen eines furchtbaren Kindheitstraumas ankämpft. Das Schicksal all dieser Menschen miteinander in Verbindung zu bringen, erscheint absurd. Doch als Professor Yeremi R. Bellman in den Regenwald Südamerikas geschickt wird, um nach Überlebenden der »weißen Götter« zu suchen, nimmt sie einen Faden auf, der sie zu einem ungeheuerlichen Geheimnis führt. Im Dschungel begegnet sie einem hellhäutigen, blonden, bärtigen Waldläufer. Es ist Saraf Argyr. Er besitzt den Silbernen Sinn, kann in den Gefühlen anderer Menschen also nicht nur lesen wie in einem Buch, sondern auch wie in ein solches »schreiben«. Saraf ist der Hüter des Silbernen Volkes, das schon Jahrtausende vor Christoph Kolumbus auf dem amerikanischen Kontinent lebte. Nach anfänglichem Zögern führt Saraf die Forscher zum Höhlenversteck seiner Sippe. Kurz darauf werden sie von einer mysteriösen Seuche hingerafft, nur er überlebt. Als er gegenüber Yeremi beteuert, gelbe Geister hätten sein Volk getötet, ist sie zunächst skeptisch. Aber dann nimmt sie ihn heimlich mit nach San Francisco, in eine für ihn fremde Welt. Auf der Suche nach den Mördern des Silbernen Volkes werden die beiden schnell selbst zu Gejagten. Sie stoßen Türen auf, die nie geöffnet werden, und rühren an Geheimnisse, die kein Außenstehender je hätte erfahren sollen.
768 Seiten, ab 16 Jahren, gebundene Ausgabe, ISBN 3 431 03518 3
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