|
In seinem Roman Die Galerie der Lügen wirft Ralf Isau ein Schlaglicht auf das Verhalten der Gesellschaft beim Zusammenprall mit Personen und Meinungen, die nicht in das »vorgestanzte« Erwartungsschema passen. Dies trifft gewiss auf Hermaphroditen zu, Menschen also, deren Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig den beiden Extrempolen »männlich« und »weiblich« zuzuordnen sind. Viele reagieren verstört, wenn sie zum ersten Mal einem Intersexuellen begegnen. Ablehnende oder sogar feindliche Reaktionen sind auch jenen vertraut, deren Meinungen vom statistischen Durchschnitt und somit vom Gewohnten abweichen. Um diese Tatsache zu belegen, konfrontiert der Roman den Leser mit Personen, die das Intelligent Design für die bessere Erklärung zur Entstehung von Leben ansehen als Charles Darwins Evolutionstheorie. Weil dieses Thema von zahlreichen Vorurteilen überschattet ist und in der breiten Öffentlichkeit kaum sachlich diskutiert wird, sollen dem Leser auf den nachfolgenden Seiten einige Hintergrundinformationen an die Hand gegeben werden. Diese sind als Denkanstöße zu begreifen, nicht als umfassender Diskurs über die gegensätzlichen Modelle.

Diese Seite verwendet Frames!
Frames werden von Ihrem Browser aber nicht unterstützt.
Zum Aufruf der Fensterauswahl klicken Sie bitte hier.
|